Donnerstag, 21 März 2019

Moshe Feldenkrais

die feldenkrais-methode

Moshe Feldenkrais ging davon aus, dass ein Mensch nach dem Bild handelt, das er sich von sich macht. Er sagt, dass dieses Bild („self image“) teils ererbt, teils anerzogen und zu einem dritten Teil durch Selbsterziehung zustande kommt. Wenn nun jemand das Bedürfnis hat, sein Handeln zu ändern, z. B. um größere sportliche oder künstlerische Leistungen zu erzielen, oder auch um schmerz erzeugende oder sonstwie schädliche Handlungsmuster zu ändern bzw. alternative Handlungsmuster zu finden, dann muss dieses Bild von sich selbst geändert bzw. erweitert werden.

Um das erzielen zu können, entwickelte Moshe Feldenkrais ein pädagogisches Konzept, das auf zwei verschiedene Arten unterrichtet werden kann: verbal („Bewusstheit durch Bewegung“) und non-verbal (funktionale Integration). Er erarbeitete eine umfangreiche Sammlung von Lektionen , die verbal einer Person oder einer Gruppe angesagt werden können. Dabei handelt es sich nicht um Körperübungen im herkömmlichen Sinn, sondern um Bewegungsanleitungen, die zum Ausprobieren und zum Lernen einladen. Auch bei den non-verbalen Einzelsitzungen gibt es eine große Sammlung von Lektionen, wobei diese immer an die Bedürfnisse des Klienten angepasst werden.

Ziel ist es, die Bewegung, die Sinnesempfindungen, das Gefühl und das Denken über das Element Bewegung zu verändern und zu entwickeln. Beweglichkeit ist nicht mit Fitness und Kraft zu verwechseln. Beweglichkeit verbindet in seiner vorhandenen Qualität die Vorstellung über sich selbst und Bewegung die man im Stande ist zu denken, und dem Körper der sie auszuführen vermag. Die Sinnesempfindungen umschränkt beides in sich ineinander..